Fünf Kinder kamen zum Tisch des Herrn

Erstkommunion Grafenwiesen 2018
Erstkommunion Grafenwiesen 2018

Erstkommunion in Grafenwiesen

Die Sonne meinte es am Donnerstag besonders gut mit den fünf Erstkommunikanten aus Grafenwiesen und setzte ihr schönstes Lächeln auf. Unter Glockengeläute zog Pfarrer Karl-Heinz Seidl mit Hanna Amberger, Mona Berger, Leander Grassl, Lucy Holzapfel und Fabio Robl in die Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit ein. Magdalena Kolbeck zeichnete mit der neu gegründeten Jugendgruppe Clime relaxed für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes verantwortlich, unterstützt durch Joachim Bauer mit Gesang und Spiel an der Orgel.

Einleitend begrüßte Pfarrer Seidl die Kommunionkinder zusammen mit den Eltern, Großeltern, allen Verwandten und Gottesdienstbesuchern und forderte auf, Gott für diesen schönen Tag zu danken. Vom heutigen Tag an dürfen wir Gäste Gottes sein. Das Thema lautet: „Wir sind Gottes Melodie“. Jeder einzelne von uns will eine Note von Jesus sein. Wenn uns eine schöne Melodie Freude und Geborgenheit schenkt, so ist es auch mit Jesus. Manchmal ist die Melodie nicht mehr zu hören oder verstaubt ganz, so der Priester. Lektorin Bettina Pritzl trug die Lesung aus dem Buch Judith vor.

In seiner Ansprache vertiefte Pfarrer Seidl den Gedanken auf der Notentafel in unserer Kirche. Jeder Mensch ist ein Gedanke Gottes. So ist jeder eine Note Gottes, eine Note aus der Welt der Musik. Wir stellen fest, die Noten sind still, sie müssen zum Leben erweckt werden. Wie macht man das? Nun, in dem man singt oder spielt. Ebenso ist auch der Plan Gottes mit uns. Er verdeutlichte die Zusammenhänge – auch in Bezug auf die Bibelworte – durch Ausschnitte aus dem Leben von Johann Sebastian Bach oder Franz von Assisi. Nur die Noten zusammen bilden eine Melodie, die Gott sich ausgedacht hat, er will den Klang hören. Die einzelne Note ist ein einsames Geschöpf. Das Volk Gottes gibt es nur zusammen. Es sollte uns gelingen, die Melodie zum Klingen zu bringen zum Beispiel im Gottesdienst. Der Bischof von Antiochien schreibt: Nehmt Gottes Melodie in euch auf, in den Gottesdienst bringen wir unser Leben mit, in diesem kleinen Brot in der Hostie. Was kann es Schöneres geben?, so die Worte von Pfarrer Seidl.

Der Priester setzte die Liturgie fort:  Liebe Kinder, eure Kommunionkerze haben wir an der Osterkerze entzündet. Kerzen geben Licht und Wärme und sie erinnern uns an die Taufkerze. Wir sind getauft auf Jesus Christi. Die weißen Kleider sind ein Zeichen für dieses Licht. Er nimmt das Taufversprechen ab. Die folgenden Bitten trugen die Erstkommunikanten vor. Zur Gabenbereitung brachten die Kinder die Gaben zum Altar und sprachen dazu die entsprechenden Texte. Dabei handelte es sich um Blumen, Kerze, Wasser, Schale mit Hostien, Kelch mit Wein. Schenke ich jemanden Blumen, zeige ich wie wert er oder sie für mich ist. Zur Kerze sagt Jesus, ich bin das Licht der Welt; die brennende Kerze zeigt uns, wir sollen miteinander leuchten wie Kerzen in der Dunkelheit. Ohne Wasser kann schließlich nichts leben, aus dem Wasser kommt Leben. Die Reinheit des Wassers erinnert uns an ein Leben, das Gott gefällt. Zu der Schale mit Hostien sagt Jesus: Ich bin das Brot des Lebens, in der Kommunion schenkt er sich uns. Der Wein steht für die Lebensfülle. Zum Friedensgruß gingen die Kommunionkinder durch die Bankreihen und reichten den Gläubigen die Hand. Anschließend sangen alle das Vater unser und gaben sich dabei die Hände wie in einer Kette, so wie die Notenzeilen miteinander verbunden sind. Zum Abschluss dankten die Kinder mit den Worten: Wir bitten dich, hilf uns die Melodie Gottes zu singen oder wir haben die Kommunion empfangen und sind mit dir ganz verbunden, durch das Brot sind wir gestärkt.

Pfarrer Seidl sagte vor dem Segen allen Vergelt’s Gott, die mitgeholfen haben und die Vorbereitungen trafen, der Gruppe Clime relaxed und für die schöne Begleitung durch Joachim Bauer. Pfarrer Seidl wies auf die Dankandacht um 14 Uhr hin. Mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ endete die schöne Feier. (hwp)

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