Christkönig und Nacht der Lichter

Ministrantenaufnahme und -verabschiedung
Ministrantenaufnahme und -verabschiedung

Am Samstagabend feierte die Pfarrei das Christkönigsfest verbunden mit der Verabschiedung von vier Ministranten und einer Neuaufnahme. Nach dem Gottesdienst fand in der Pfarrkirche zum ersten Mal eine sogenannte „Nacht der Lichter“ statt. Dabei wurde das Allerheiligste in der Monstranz ausgesetzt und die Kirche blieb abgedunkelt.

Dem feierlichen Einzug folgte die Erklärung von Monsignore Dr. Johann Tauer, dass Jesus König ist wie der Vater, so auch der Sohn Christus und der Heilige Geist. In der Predigt bezog er sich auf den Text der zweiten Lesung; darin heißt es unter anderem: Der Menschensohn ist nicht in die Welt gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern selber zu dienen. Dienen heißt lateinisch „ministrare“ und davon leitet sich auch das Wort „Ministrant“ ab. Zu den Ministranten gewandt meinte Pfarrer Tauer: Ihr seid Vorbild, weil ihr euren Dienst still am Altar erbringt ohne großes Aufheben.

Daraufhin verabschiedete der Priester vier Ministranten: Veronika Wiesmeier (10 Jahre Ministrantendienst), Theresa Mühlbauer (9 Jahre), Florian Gmeinwieser (9 ½ Jahre) und Pia Gmeinwieser (8 Jahre). Ganz herzlich bedankte sich Pfarrer Tauer bei den vier scheidenden Messdienern und überreichte jedem eine Schutzengelfigur, einen Tankgutschein und eine Dankurkunde. „So sehen Diener aus“ meinte er abschließend und zeigte auf die „Vier“. Eine besondere Freude war es für den Pfarrer, einen neuen Messdiener, nämlich Leander Grassl, aufnehmen zu können und überreichte ihm die Ministrantenplakette mit dem entsprechenden Ausweis. Ein herzliches Dankeschön sprach der Geistliche auch Martina Wiesmeier, der Ministrantenbetreuerin, für ihre aufopfernden Dienste aus.

Nach der Vorabendmesse fand zum ersten Mal in Grafenwiesen die sogenannte „Nacht der Lichter“ statt. Diese Form der eucharistischen Anbetung sprach besonders die Jugendlichen und junge Erwachsene an; willkommen waren aber alle Interessierten. Es war auch keine bestimmte Zeit vorgegeben, so dass man praktisch jederzeit gehen und kommen konnte. In ruhiger Atmosphäre lasen abwechselnd Lektoren und Pfarrgemeinderatsmitglieder Texte, das Volk sang Lieder, die Roland Häring auf dem Klavier begleitete. Monsignore Dr. Johann Tauer regte in einer von ihm vorgetragenen Meditation die Anwesenden zum Nachdenken an und rührte die Herzen der Gläubigen. Andächtig lauschten alle der Musik und beteten in Stille. Einige von ihnen brachten im eigenen Gebetsanliegen Kerzen nach vorne, stellten sie vor die Monstranz und beteten bei Jesus.     

Am nächsten Tag, dem Christkönigssonntag, beging die Pfarrei wie in den Vorjahren, den Tag der „ewigen Anbetung“. Viele Gläubige nutzten die Gelegenheit zum ganztägigen eucharistischen Gebet. Dazu war das Allerheiligste von 9 bis 18 Uhr ausgesetzt, da an diesem Tag keine Messe stattgefunden hat. Damit das Gebet nicht unterbrochen wurde, war die Kirche durchgehend besucht. So blieb auch das Allerheiligste Altarssakrament bewacht. In der Abschlussandacht und dem allgemeinen eucharistischen Segen empfingen einige Gläubige von Pfarrer Tauer den Einzelsegen mit Monstranz. (hwp)

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