Asam-Kirche Gotteszell und Ulrichsberg Ziel der Pfarrsenioren

Die Ausflügler bei der Asam-Kirche
Die Ausflügler bei der Asam-Kirche

„Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah?“ Diese Worte nahm sich der Pfarrgemeinderat Grafenwiesen zu Herzen und legte die Route für einen Halbtagesausflug fest. Zum Ziel erwählte er für diese Kurzreise Gotteszell und Ulrichsberg (Grafling).

So startete am 3. Oktober pünktlich um 13 Uhr ein vollbesetzter Bus mit 54 Personen ab Bahnhof Grafenwiesen in Richtung Deggendorf. Trotz einsetzenden Regens waren die Pfarrsenioren froh gelaunt und warteten neugierig auf das Neue, das für die meisten unbekannt war.

PGR-Sprecher Heinz Pletl zeigte in seiner Begrüßung den Ablauf des Nachmittags auf. Um ca. 13.45 Uhr erreichte die Gruppe den ersten Halt, die Asamkirche in Gotteszell. Stellvertretender PGR-Sprecher Joachim Bauer erklärte die Geschichte der Kirche Sankt Anna, einer ehemaligen Zisterzienser-Abteikirche. Sie steht inmitten des Ortskernes von Gotteszell auf einer kleinen Anhöhe, zum Teil noch von alten Klostergebäuden umgeben. Bezüglich der Bauzeit gibt es keine gesicherten Daten, vermutlicher Baubeginn ca. im Jahre 1.320. Die Klosterkirche erhielt eine prächtige Ausgestaltung durch Cosmos Damian Asam und Egid Quirin Asam (16. und 17. Jahrhundert). Die Kirche wurde öfter zerstört, vor allem durch Brand und von 1939 bis 1945 umfassend renoviert, das Chorfresko 1969 bis 1978 ergänzt und im Jahre 2007 abgeschlossen. Den Hochaltar ziert eine Anna-Selbdritt-Darstellung, ähnlich wie in der Sankt-Anna-Kapelle in Schönbuchen.

Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil, Pfarrer in Grafenwiesen, hatte für den Ausflug der Senioren extra eine Andacht mit passenden Texten zum Tag der Deutschen Einheit geschrieben. Die Senioren waren mehr als begeistert und sangen und beteten fleißig mit.

Danach ging die Fahrt weiter auf den Ulrichsberg, auf dem sich schon von weitem sichtbar, das schmucke Kirchlein (ehemalige Schlosskapelle) vor der Kulisse der Waldberge erhebt. Die heutige Gestalt der Kirche ist ein Saalbau aus dem 15. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen auch die Sakristei und das unteres Geschoss des Turmes.

Nach so vielen neuen Eindrücken stellte sich bei den meisten Ausflugsteilnehmern ein leichtes Durst- und Hungergefühl ein. Doch die Wirtsleute, das Ehepaar Hertlein, hatte dafür vorgesorgt und wartete schon gleich mit köstlichem Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und Torten sowie echt bayerischer Brotzeit auf. Der Inhaber untermalte mit einem Freund das Essen mit dezenter Musik. Manche Pfarrsenioren stimmten sogar in die bayerischen Weisen mit ein. So gestärkt und um einige Eindrücke reicher trat die Reisegesellschaft den Heimweg an und stellte einhellig fest: „Das war ein schöner Ausflug!“. (hwp)

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