Wohnst du noch oder lebst du schon?

Die Teilnehmer am Einkehrtag
Die Teilnehmer am Einkehrtag

Pfarrvikar Markus Meier, Viechtach, referierte am vergangenen Mittwoch in Cham

Mehr als einhundert Teilnehmer aus verschiedenen Ortschaften – darunter acht aus Grafenwiesen – folgten am Mittwoch der Einladung der Gebetsgemeinschaft für Berufe der Kirche (PWB) in das Geistliche Zentrum der Redemptoristen in Cham, um im Alltag innezuhalten und durch das Beschäftigen und Hören eines biblischen Textes, durch Zeiten des Schweigens und des Gebetes sich neu zu orientieren und Kraft zu schöpfen. Pfarrvikar Markus Meier, Viechtach, faszinierte die Zuhörerinnen und Zuhörer mit seinen Ausführungen und machte den Einkehrtag für alle zu einem fesselnden Erlebnis.

Diakon Reil aus Regensburg wie auch der Referent freute sich über das enorm große Interesse und stellte das Programm, gepaart mit „Worten und Tönen“ vor.

So begann der Tag mit dem Morgenlob des Jahresthemas „Suche Frieden“ in der hauseigenen Kapelle. Dabei geht es um die Suche nach lebendigen Beziehungen zu sich selbst, dem inneren Frieden, zu den Mitmenschen und zum Herrn. Den Frieden zu suchen ist damit ein lebhaftes Projekt, der Einkehrtag dazu eine kurze „Station“ zurückzuschauen, aber auch vorwärts zu denken und zu gehen. Im Anschluss daran folgte der überaus interessante Vortrag des Pfarrvikars. Zunächst entführte er die Zuhörer in das klösterliche Leben, das in seinem Werdegang eine große Rolle spielte. Er stellte dar, dass alle Menschen „Gott-Sucher“ sind, denn Gott ist die Liebe und auf dieser Spur machen wir uns gemeinsam auf den Weg. In den Stunden des Einkehrtages wollen wir uns auf die Suche nach uns, nach ihm machen, wie es Karl Valentin in seinen poentierten Worten zusammengefasst hat: „Ich besuche mich heute Nachmittag mal selber und hoffentlich bin ich daheim!“. Hinter jeder lustigen Geschichte des Karl Valentin verbirgt sich etwas Ernstes: „Wer bin ich, was steckt in mir?“ Dieses göttliche Element, das in jedem ist, konnten die Zuhörer in der Stille des Filmes auf sich wirken lassen. In seiner klaren, verständlichen Art konnte Markus Meier den Anwesenden den Bezug von Stille, Barmherzigkeit, Liebe, klösterlichem Leben und das Handeln des Heiligen Benedikt zu Gott darstellen. Wie im Kloster, so sollte man die stillen Momente genießen in den Zeiten, in denen man Gespräche führen möchte.

Am Nachmittag hielt Diakon Reil eine kleine Rück- und Vorschau auf die Tätigkeiten der Gebetsgemeinschaft und wies auf das Jahresgebet hin. Er gab anstehende Termine wie den Weltgebetstag usw. bekannt, auf die die Förderinnen und Förderer noch gesondert schriftlich hingewiesen werden.

Als Höhepunkt konnte man – wie Diakon Reil und Pfarrvikar Markus Meier es ausdrückten – den Abschlussgottesdienst in der Kapelle bezeichnen. Für die Teilnehmer aus Grafenwiesen war es ein erbauender Tag in der Fastenzeit, den sie jedoch auch noch darüber hinaus in Erinnerung behalten werden. (hwp)

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