MMC hält ihren Konvent 2018 ab

Die Geehrten beim Konvent der MMC
Die Geehrten beim Konvent der MMC

„Glaube: Tradition – Vertrauen - Hingabe“, Thema beim Konvent der MMC

Mit der Pfarrmesse um 9 Uhr leitete die Marianische Männerkongregation am vergangenen Sonntag in der Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit ihren diesjährigen Konvent ein. Obmann Joachim Bauer durfte sich über die stattliche Zahl von 23 Teilnehmern freuen. Die „lebendige“ Messe zelebrierte Zentralpräses Josef Schwemmer, Cham, zusammen mit Pfarrer Karl-Heinz Seidl.

In seiner Ansprache zeigte Präses Schwemmer die Texte des auf diesen Tag treffenden Evangeliums auf, bei denen es um Johannes, den Täufer geht, der gesagt hat: „ER soll wachsen, ich soll abnehmen“. Der Geburtstag von Johannes dem Täufer soll uns einladen, wieder auf Jesus zuzugehen, sich selber aber dabei nicht groß zu machen. Nach dem Wettersegen und dem Schlusslied lud Pater Josef Schwemmer zum anschließenden Konvent in das Pfarrheim ein, zu dem neben den Mitgliedern auch alle an der MMC Interessierten willkommen waren.

Obmann Joachim Bauer begrüßte neben Zentralpräses Pater Josef Schwemmer alle Ehrengäste und Anwesenden sehr herzlich, insbesondere Präses Pfarrer Karl-Heinz Seidl, ersten Bürgermeister Josef Dachs und zweiten Bürgermeister Norbert Greisinger.

Nach einem kurzen Totengedenken schritt Joachim Bauer zur Ehrung der Jubelsodalen. Dabei ehrte er für 25 Jahre Mitgliedschaft Franz Schamberger, Wolfgang Schamberger, Fritz Nirschl und Andreas Frisch (letzterer war abwesend). Für 60 Jahre Mitgliedschaft konnte Josef Fischer die Ehrennadel in Empfang nehmen. Eine besondere Ehrung wurde dem ehemaligen langjährigen Fahnenträger und Mitarbeiter Anton Nagler zuteil. Joachim Bauer überreichte ihm ein Präsent und dankte für seine geleistete Arbeit und immer noch währende Mithilfe. Pater Josef Schwemmer schloss sich den Glückwünschen an.

Pater Josef Schwemmer griff dann das Jahresthema „Glaube: Tradition – Vertrauen – Hingabe“ auf. Dazu führte er aus, dass die älteren unter den Mitgliedern groß geworden sind in der Tradition; vieles war selbstverständlich, fast automatisch. Heute ist das ganz anders, die Tradition fällt aus, es gibt keine selbstverständliche Weitergabe von Glaube und Werten mehr. Pater Schwemmer wörtlich: „Wir sehen die Defizite auf Schritt und Tritt“. Das Problem: Weil alles so automatisch ging, ging es oft nicht in die Tiefe, wurde nicht gefestigt – und ist nun in der Folge auch nicht gefestigt da. Nur Tradition reicht nicht – man muss sie sich in der Tiefe aneignen. Glaube ist mehr als Tradition – und muss mehr sein, wenn er bestehen soll. Glaube ist Vertrauen. Was hilft dabei, ist Reden miteinander, dass wir einander zur Hilfe werden, einander stützen und miteinander weiter wachsen. Und schließlich, Glaube ist Hingabe. Paul Badde (Journalist und Schriftsteller) drückte es so aus: Es kommt nicht so sehr auf die Politiker und die Mächtigen in der Welt an, sondern auf das Gebet und den Glauben der Menschen. Pater Schwemmer ergänzte: „das letzte Wort hat Gott“. Vor Ende des Konvents zitierte Schwemmer noch den emeritierten Papst Kardinal Ratzinger mit den Worten: „Der Mensch ist dazu bestimmt, die Unendlichkeit der ewigen Liebe zu atmen; kann er es nicht, dann ist er im Gefängnis und ohne Licht. Erst der Glaube führt uns ins Weite.

Zum Abschluss des Konvents sprach Pater Schwemmer das Sodalengebet und den Engel des Herrn. Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich Obmann Joachim Bauer für die Teilnahme und schloss den beeindruckenden Konvent. (hwp)

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