Gedenken an die Gefallenen und Vermissten

Pfarrer Tauer und BGM Dachs bei ihren Ansprachen
Pfarrer Tauer und BGM Dachs bei ihren Ansprachen

Volkstrauertag in Grafenwiesen

Die Pfarrei Grafenwiesen gedachte am vergangenen Sonntag, dem Volkstrauertag, nach der Heiligen Messe am Kriegerdenkmal insbesondere ihrer gefallenen und vermissten Kameraden. Monsignore Dr. Johann Tauer zelebrierte die Heilige Messe und freute sich, neben vielen Gläubigen die Ortsvereine, die drei Bürgermeister Dachs, Greisinger und Häring, Gemeinderäte und Pfarrgemeinderäte begrüßen zu dürfen. Einführend erklärte er unter anderem, dass der Halt in unserem Leben nur von Gott kommen kann. Daran erinnert uns auch das heutige Evangelium, das die Wiederkunft Christi zum Inhalt hat und wir auf die Endzeit vorbereitet sein sollen.

Nach dem feierlichen Gottesdienst versammelten sich die Pfarrfamilie und die Vereine vor dem Kriegerdenkmal. Zum fürbittenden Gebet gedachte Pfarrer Tauer den Vermissten und Gefallenen und erteilte allen den kirchlichen Segen.

Anschließend sprach Bürgermeister Josef Dachs seinen Dank dem Männerchor unter Leitung von Roland Häring und dem Spielmannszug unter der Leitung von Martin Kolbeck für die musikalische Begleitung aus. Er erinnerte an den ersten Weltkrieg vor einhundert Jahren, bei dem über neun Millionen Tote und über 20 Millionen Verwundete zu beklagen waren. Vor über 73 Jahren endete der zweite Weltkrieg mit vielen Toten und Verletzten. Benutzen wir den Volkstrauertag zum Atem holen und Nachdenken über Krieg, Gewalt, über uns und unsere Mitmenschen in der Welt und seien wir froh, dass wir in einem Land ohne Krieg leben, so der Bürgermeister. Heute denken wir an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker, der Soldaten, die starben, der Vertriebenen und Flüchtlinge, die ihr Leben verloren, der Verfolgten, die getötet wurden, derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand leisteten und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrem Glauben festhielten. „Wir trauern um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und andere Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren. Ferner gedenken wir auch heute derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind. Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten und teilen ihren Schmerz“, Dachs weiter. Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern und die Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt. In Ehrfurcht vor den Toten und Vermissten der beiden Weltkriege und der Opfer von Gewaltherrschaft sowie aller Kriegsopfer und im Dienst gestorbener Soldaten weltweit legte Dachs am Kriegerdenkmal ein Kranzgebinde nieder und der Spielmannszug intonierte das Lied vom guten Kameraden. (hwp)

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