Kirchlicher Jahresschluss in Grafenwiesen

Fannerl Dachs (vorne mitte) wurde verabschiedet
Fannerl Dachs (vorne mitte) wurde verabschiedet

Mesnerin Fannerl Dachs feierlich verabschiedet

In einem würdevollen Rahmen hat die Kirche Heilige Dreifaltigkeit im Silvestergottesdienst das Jahr 2018 abgeschlossen. Wie Monsignore Dr. Johann Tauer konstatierte, bereiten wir uns am letzten Tag des Jahres auf eine lange Nacht vor. Es ist ein Übergang, den wir Menschen so festgelegt haben; in anderen Ländern wie etwa China wird das Neujahrsfest im Frühling gefeiert, aber immer gemeinschaftlich, dem sich keiner entziehen kann. Die Kirche begeht diesen Abend heute und den Neujahrstag morgen. Sie denkt dabei besonders der Gottesmutterschaft Mariens.

In seiner Ansprache fuhr der Geistliche fort, dass dem neugeborenen Kind, als acht Tage vorüber waren, man ihm bei der Beschneidung den Namen Jesus gegeben hatte. Jesus bedeutet, dass er sein Volk von den Sünden erlösen wird. Unter anderem wies er darauf hin, wenn wir mit Maria an der Hand und dem Segen Gottes in das neue Jahr gehen, wir uns vor der Zukunft nicht fürchten müssen. Gott geht mit uns. In die Fürbitten wurden vor allem die Kommunion- und Firmkinder, Ehepaare, Familien und alle Kranken eingeschlossen.

In dieser Messe an Silvester verabschiedete die Pfarrei Grafenwiesen ihre beliebte Mesnerin Fannerl Dachs, die zehn Jahre lang treue Dienste in der Pfarrkirche verrichtet hat. Daher zelebrierten zum Abschied Monsignore Dr. Tauer, Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil und Diakon Thomas Bauer, alle drei von der Pfarreiengemeinschaft Rimbach-Grafenwiesen-Zenching, den Gottesdienst. In der Laudatio hob Pfarrer Tauer hervor, wie wunderbar Fannerl die Kirche versorgt und unter ihre Fittiche genommen hat. Auf sie war immer Verlass. Im Namen der Pfarrer, des Diakons und der Gläubigen verabschiedete sie Dr. Tauer. Auf der einen Seite stimmt ihr Weggang alle traurig, auf der anderen Seite müssen wir froh sein, in Josef Kolbeck einen Nachfolger gefunden zu haben, der die Kräfte und die Zeit mitbringt, um so etwas tun zu können. Allerdings liege ihm am Herzen, dass sie weiterhin vorne sitzen solle, in der Sakristei nach dem rechten sehe und ihr angesammeltes Wissen an den Nachfolger weitergeben möge. Der Übergang wäre seiner Meinung nach so besser als ein radikaler Schnitt, so der Priester. Als Aufmerksamkeit überreichte er einen Gutschein und einen Blumenstrauß. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Urkunde von Bischof Rudolf übergeben.

Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil sagte der Fannerl herzlich Vergelts Gott. Von ihren zehn Jahren habe er sechs Jahre glücklich mit ihr zusammengearbeitet. Sie war immer zur Stelle, wo Hilfe gebraucht wurde. Sie ließ sich auch als Kommunionhelfer, für den Lektorendienst und vieles mehr in die Pflicht nehmen.      

Martina Wiesmeier, Betreuerin der Ministranten, sagte Vergelts Gott für die vielseitige Unterstützung. Jede Ministrantin/Ministrant übergab Fannerl Dachs eine Rose. Zu einem noch vereinbarenden Termin werden sie die gute, scheidende Mesnerin ins Kaffee Wafferl nach Miltach entführen.

Der Kirchenchor Grafenwiesen unter seinem Leiter Roland Häring, sagte zum Schluss der lieben Fannerl mit dem Lied „Der Herr segne dich, der Herr behüte dich …“ herzlich „danke“. Abschließend sagte Pfarrer Peter allen Anwesenden Vergelts Gott für die Kollekte (seine Missionsarbeit betreffend), die für aidskranke Kinder in Indien bestimmt ist. Alle drei: Pfarrer Peter, Dr. Tauer und Thomas Bauer wünschten den Pfarrangehörigen abschließend ein gesegnetes Neues Jahr. (hwp)

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