Feier des Ostertriduums in Grafenwiesen

Pfarrer Peter segnet das Osterfeuer
Pfarrer Peter segnet das Osterfeuer

Zahlreiche Gläubige nahmen an den einzelnen Gottesdiensten teil

In der Osternacht wird Trauer zur Freude! Dieses Thema begleitete die Gläubigen in Grafenwiesen durch das Ostertriduum. Viele Christen feierten wie in den meisten katholisch geprägten Ortschaften die Liturgie vom Leiden, Sterben und der Auferstehung des Herrn. Mit dem Palmsonntag wurde die Heilige Karwoche eingeleitet. Am Gründonnerstag erinnerte der Priester an das letzte Abendmahl Jesu mit den Jüngern und an die Fußwaschung in der sich Jesus selbst zum Diener aller Menschen machte. In der Feier der drei heiligen Tage zeigt uns Jesus seine grenzenlose Liebe. Die Frage, die Jesus heute an uns stellt, lautet: Begreift ihr, was ich an euch getan habe. Ich habe ein Beispiel gegeben, dass auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. Zum Gloria verstummten die Glocken bis zur Auferstehungsfeier in der Osternacht. Der Volksmund erzählt uns aus früheren Zeiten: Sie fliegen nach Rom. Am Gründonnerstag hat uns Jesus ein Andenken hinterlassen, nämlich die unblutige Feier seines Todes und seiner Auferstehung. Am Ende des Gottesdienstes übergab der Priester an die zwei Erstkommunionkinder die weißen Kleider, die sie am Tag ihrer Erstkommunion tragen werden. Danach trug Pfarrer Peter mit den Ministranten den Leib des Herrn in den Tabernakel am rechten Seitenaltar. Die Kirchenbesucher hatten dann die Möglichkeit zur Verehrung des Altarsakramentes bis 22 Uhr.

Am Vormittag des Karfreitags folgten viele Gläubige dem Ruf von Pfarrer Peter und beteten den Kreuzweg durch den Ort. Auf der Wegstrecke sang das Volk das Kreuzweglied mit entsprechenden Texten. Der Nachmittag begann mit einer Einführung in die Liturgie des Karfreitags. Nach den großen Fürbitten legten die Gläubigen Blumen zur Kreuzverehrung nieder. Den Höhepunkt der Heiligen Tage erlebten die Gläubigen in der Feier der Osternacht am Karsamstag. Die festliche Einleitung der Osternacht begann mit der Lichtfeier (Steckerlweihe) am Friedhofseingang. An diesem Feuer entzündete Pfarrer Peter auch die Osterkerze. Beim Einzug in die Kirche gaben die Ministranten das Osterlicht unter dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ an die Gläubigen weiter. Solist Joachim Bauer stimmte die Besucher mit dem Exulte auf die Ostertage ein. In seiner Predigt führte Pfarrer Peter drei Beispiele auf, in denen sich die Auferstehung Jesu täglich zeigt. So wurde eine junge Frau vom Leben enttäuscht, bekommt aber durch Zuneigung, die sich in einem guten Wort wiederspiegelte, neuen Mut und neue Kraft. Sie beginnt ein neues Leben und erfährt somit im wahrsten Sinne des Wortes eine Auferstehung. In diesem Beispiel zeigt sich der lebendige Jesus. Gott verwandelt alles zum Guten, Trauer wird zur Freude. Dies ist nach den Worten von Pfarrer Peter eine Ostererfahrung, auch im Bezug auf das Evangelium. Anschließend erneuerten alle Anwesenden das Taufversprechen. Pfarrer Peter richtete zum Schluss den Dank an alle Kirchenbesucher, die die Heiligen Tage mitgefeiert haben, außerdem an den Kirchenchor mit Leiter Roland Häring, den Solisten Joachim Bauer, den Lektoren und Kommunionhelfern, der Familie Bauer für den Blumenschmuck und die wunderschöne Gestaltung des Heiligen Grabes, dem Mesner und den Ministranten.

Den Abschluss des Ostertriduums bildete der Auferstehungsgottesdienst am Ostersonntag. Am Ostermontag zelebrierte Monsignore Pfarrer Dr. Johann Tauer zusammen mit Diakon Thomas Bauer aus Zenching die feierliche Messe, bei der es um die Erlebnisse der Jünger bei ihrer Wanderung von Jerusalem nach Emmaus ging. (hwp)

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