Das „Allerheiligste“ durch den Ort begleitet

Pfarrer Peter mit der Monstranz
Pfarrer Peter mit der Monstranz

Fronleichnam in Grafenwiesen gebührend zelebriert

Am Fronleichnamsfest trug Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil das „Allerheiligste“, begleitet von Gebet und Gesang, durch die Straßen des Ortes. Zu Beginn des Gottesdienstes erläuterte der Geistliche, dass das Fest der leiblichen Gegenwart Christi erstmals im Jahre 1246 im Bistum Lüttich gefeiert wurde.  Was bedeutet es, wenn in einer Prozession das „Allerheiligste“ begleitet wird? Hat es sich Juliane von Lüttich ausgedacht oder ist es mehr? Mit der Prozession wollen wir ausdrücken, dass unser Glaube nicht nur in der Kirche stattfindet, sondern mitten in der Welt und wir somit als Christen gemeinsam auf dem Weg sind, so die Worte von Pfarrer Peter.

Das Fazit der Predigt von Pfarrer Peter war, dass alle Menschen heutzutage Hunger haben zum Beispiel nach Geld, nach Macht und nach sozialer Geltung und vieles mehr. Aber eigentlich sollten die Menschen Hunger nach Jesus haben, der der Sinn des Lebens ist, unser Erlöser und Heiland.

In Grafenwiesen zogen wie alle Jahre die Gläubigen durch den Ort. Die Familien Greisinger, Perlinger-Wielgosz und Nirschl haben freundlicher Weise mit wunderschönen Blumen geschmückte Altäre vor ihren Häusern aufgestellt, an denen Pfarrer Peter die einzelnen Evangelien las. Die Prozession endete am vierten Altar in der Pfarrkirche. Als Lektoren ließen sich Joachim Bauer, Martina Wiesmeier, Heinz Pletl, Bettina Pritzl und Andrea Gmeinwieser in die Pflicht nehmen. Die vorangegangene Pfarrmesse wie auch die Prozession wurde wiederum vom Männerchor Grafenwiesen gesanglich und sehr feierlich unter dem Organisten Roland Häring mitgestaltet.

Nach der Aussetzung des „Allerheiligsten“ stellten sich die Ortsvereine zur Fronleichnamsprozession auf. Das Vorbeten übernahmen Joachim Bauer, Alfred Brunhofer und Rudi Kolbeck. Neben den Gemeinderatsmitgliedern reihten sich das Kommunionkind und die kirchlichen und weltlichen Gremien in den Zug ein. Der Festzug, angeführt vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, begleitete die von Pfarrer Peter getragene Monstranz durch die Straßen von Grafenwiesen. Die Monstranz wurde von einem Baldachin beschirmt, der von Franz Amesberger, Alois Berzl, Franz Mühlbauer und Michael Robl getragen wurde.

Pfarrer Peter dankte am Ende allen, die den Weg mitgegangen sind und mitgebetet haben. Dankesworte richtete er auch an die Freiwilligen Feuerwehren Grafenwiesen und Voggendorf für die Absicherung des Weges, den Spielmannszug, an die Vorbeter, an die Himmelträger, an die teilnehmenden Vereine mit ihren Fahnenabordnungen, an den Gemeinderat – voran Bürgermeister Josef Dachs mi Stellvertreter Josef Häring jun. –, an die Kirchenverwaltung und an den Pfarrgemeinderat und das Kommunionkind. Ein Dankeschön galt auch jenen, die die Altäre so schön hergerichtet haben. Nach dem gemeinsamen Schlusslied ging eine beeindruckende Feier zur Ehre Gottes zu Ende. (hwp)

zurück