Bischof Dr. Joseph Kodakallil verweilte in Grafenwiesen

Pfarrei gratuliert Bischof Joseph zum Priesterjubiläum
Pfarrei gratuliert Bischof Joseph zum Priesterjubiläum

Pfarrer Seidl und PGR-Sprecher Heinz Pletl gratulieren zum Priesterjubiläum

Grund zur Freude hatten am Montagabend die Gläubigen in Grafenwiesen. Nur selten kommt es vor, dass ein so hoher Gast, wie ein Bischof, dem Dorf die Ehre gibt. Zusammen mit Pfarrer Peter und Pfarrer Seidl zelebrierte Seine Exzellenz den Abendgottesdienst, in dem er auch die Glückwünsche der Pfarrei zum Silbernen Priesterjubiläum entgegennehmen durfte. Für die Pfarrangehörigen stellte dies ein besonderes Erlebnis dar.

Pfarrer Peter entbot eingangs Bischof Dr. Joseph Kodakallil einen herzlichen Willkommensgruß und stellte den hohen Würdenträger den Gläubigen vor. Der Geistliche stammt – wie auch Pfarrer Peter – aus Kerala (er ist sogar ein Verwandter) und erblickte dort auch das Licht der Welt. In Satna studierte er Philosophie und Theologie und empfing 1991 die Priesterweihe. Wie Pfarrer Peter gehört auch Bischof Joseph der Mission an. Im Jahre 2006 promovierte er zum Doktor im Fach Liturgie und kehrte anschließend zurück nach Indien. Seine Exzellenz wirkte als Pfarrer, Rektor, Professor und Vizerektor sowie Generalvikar an verschiedenen Stellen und wurde schließlich in der Diözese Satna eingesetzt. Während seiner Studienzeit in Rom übernahm er mehrere Urlaubsvertretungen in Deutschland, so dass er auch neben anderen auch die deutsche Sprache beherrscht. Seit zwei Wochen weilt Bischof Joseph in Deutschland und so kam der Besuch in Grafenwiesen zustande.

Im Folgenden sprach Seine Exzellenz zum gläubigen Volk unter anderem die Worte: „Wenn wir heute versammelt sind, ist Gott in unserer Mitte. Es tut gut, wenn jemand für uns da ist. Gott will uns Gutes tun“.

Pfarrer Karl-Heinz Seidl führte aus, dass Deutschland international und weltoffen sei. Es sei für die deutsche Kirche anregend und interessant, die spiritualisierende indische Kirche zu erleben. Während die deutschen Seelsorger oftmals Einzelkämpfer seien, käme die brüderliche Verbundenheit in Indien wesentlich stärker zum Ausdruck. Er sagte dem Bischof herzlich Vergelt’s Gott für 25 Jahre Arbeit im Weinberg des Herrn und wünschte ihm für sein Bischofsamt alles Gute. Pfarrgemeinderatssprecher Heinz Pletl schloss sich den Glückwünschen an und überreichte Bischof Joseph ein Erinnerungsgeschenk (Glasobelisk mit Gravur und eine kleine Geldspende). Dies löste bei den Kirchenbesuchern einen donnernden Applaus aus.

Vor dem Segen dankte Seine Exzellenz für die Liebe, Anerkennung und Wertschätzung und bat um das Gebet der Gläubigen. Dabei sprach er die Worte: „Gott hat mich berufen und übertrug mir die große Verantwortung, die Diözese Satna nach seinem Willen zu leiten“. Mit dem Lied: „Rosenkranzkönigin“ endete der beeindruckende Gottesdienst, den Joachim Bauer mit von ihm gesungenen Psalmen auf der Orgel begleitete. (hwp)

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