Wallfahrtskirche Schönbuchen




Die Wallfahrtskirche Schönbuchen liegt genau auf der Grenze der drei Pfarreien Hohenwarth,  Bad Kötzting und Grafenwiesen. Sie gehört zwar zur Pfarrei Bad Kötzting, wird aber dennoch hier aufgeführt, da sie von Grafenwiesen aus mindestens genau so oft besucht wird, wie aus der Mutterpfarrei, die meisten  Besucher der wöchentlichen Gottesdienste (im Sommer: Freitag, 19 Uhr) aus Grafenwiesen kommen und auch die  Schönbuchener selbst den Sonntagsgottesdienst in Grafenwiesen besuchen. Laut der Legende ist das Gotteshaus und die Wallfahrt zur Hl. Anna so entstanden:
Der Jägerssohn Hans Stumb, Page beim Grafenwiesener Hofmarksherrn Reittorner, erlernte bei dessen Braumeister in Grafenwiesen und Hohenwarth namens Christoff Fleischmann das Brauerhandwerk. Im Grafenwiesener Wald, wo die Wege von Kötzting und Grafenwiesen nach Hohenwarth zusammentreffen, fühlte er »einen innerlichen Antrieb zum Gebet« und heftete ein Papierbild mit dem Stammbaum Jesu an eine Buche. Dies war um das Jahr 1683. Nach einem Gelöbnis stellte der Braumeister Christoff Fleischmann das Bildnis der »Anna Selbdritt« in diese Buche . Viele Hilfesuchende beteten bei diesem Bild und legten Geld und Votivgaben in einer davor befindlichen Holzhütte ab. 1690 erkrankte Maria Claudia, das Töchterlein des neuen Hofmarksherren von Grafenwiesen, Wolf Heinrich von Gemmel, an den Blattern. Auf die Fürsprache der heiligen Mutter Anna ist ein »Fehl« am linken Auge »wunderthetig, is fast augenblicklich ohn all gebraucht menschliche Hilff vergangen«. Daraufhin bemühte sich Herr Gemmel um die Genehmigung für den Bau einer Kapelle. Am 12. Juni 1690 erteilte das Bischöfliche Ordinariat die Zustimmung für den Kapellenbau. Zwei Jahre später, am 3. Juni 1692 wurde der Grundstein von Pfarrer Martin Schaller von Neukirchen beim Hl. Blut gelegt. Der 16. Oktober 1693 war ein Festtag für Schönbuchen. Pfarrer Adam Muck aus Eschlkam benedizierte die neue Kapelle und übertrug das Gnadenbild »Anna Selbdritt« in das Gotteshaus.

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