Wegkreuz am Weißen Regen in Zittenhof


Am südwestlichen Ende des neugeschaffenen Kurparks der Gemeinde Grafenwiesen kommt der Spaziergänger zur Brücke, die über den Weißen Regen führt. Von der früheren Nutzung als Sägewerk hat der Ortsteil noch das Stauwehr, das heute einer Elektroturbine Wasserkraft zur Stromerzeugung spendet.

Vor der Brücke befindet sich ein Wegkreuz, wie es sie früher vielerorts im Bayerischen Wald gegeben hat. Diese Kreuze sollten den Vorübergehenden zum Gebet anhalten, da sich an solchen Stellen meistens schicksalhafte Ereignisse zugetragen hatten und der Stifter des Kreuzes Grund hatte, Gott für eine wundersame Fügung zu danken.

Dieses spezielle Kreuz in Zittenhof wird einem gewissen Lindner zugeschrieben. Er war sowohl Eigentümer des Sägewerks Zittenhof, als auch des Hammerwerkes Sperlhammer und stiftete auch den Marktbrunnen mit der Mariensäule vor der St. Veits-Kirche in Kötzting.

Damals, um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert wurden Bäume, die im Sägewerk Zittenhof verarbeitet wurden, mit Pferdegespannen dort hin gebracht, soweit sie nicht auf dem Regen gedriftet wurden. Als nun Lindner mit einem schwer beladenen Holzfuhrwerk den steil abschüssigen Berg zu Zittenhof hinunter fuhr,  scheuten die Pferde und das Fuhrwerk raste außer Kontrolle auf die Regenbrücke zu, wo es in Fluß stürzte. Lindner, der mit hinunter stürzte, wurde wie durch ein Wunder nicht von der Ladung erdrückt und überlebte den Unfall. Zum Dank dafür stellte er dieses Wegkreuz auf.

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