Stilles Osterfest in Grafenwiesen

Das Heilige Grab schm├╝ckte die Pfarrkirche zu Ostern
Das Heilige Grab schm├╝ckte die Pfarrkirche zu Ostern

Die Pfarrangehörigen in Grafenwiesen feierten das Ostertriduum unter Einschränkung vom Lockdown in aller Stille. Das galt sowohl für die ganze Karwoche als auch für das Hochfest der Auferstehung des Herrn am Ostersonntag. Corona ließ es nicht zu, dass kirchlich höchste Fest des Jahres in der gewohnten, herkömmlichen Art begehen zu können. Die Gläubigen ließen sich durch eine rechtzeitige Anmeldung einen Sitzplatz in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit reservieren. Lobenswertereise war die Möglichkeit gegeben, die Gottesdienste an den wichtigsten Tagen online zuhause mitfeiern zu können.

Die Karwoche wurde am Palmsonntag eingeleitet. Am Gründonnerstag verstummten nach dem Gloria der Heiligen Messe die Kirchenglocken und „flogen einem uralten Sprichwort folgend nach Rom“. Dort blieben sie bis zur Auferstehung am Ostersonntag. In Grafenwiesen kamen währenddessen die „Karfreitagsratsch‘n“ zum Einsatz.

Am Gründonnerstag hat uns Jesus die unblutige Feier seines Todes und seiner Auferstehung als Andenken hinterlassen. Der Karfreitag ist der Grabesruhe unseres Herrn gewidmet. Wir begehen den Tag im Gedenken an den Leidensweg Jesu. Zusammen mit Pater Georg beteten die Christen am Vormittag in Grafenwiesen den Kreuzweg. Die Kreuzverehrung mit Blumenniederlegung – sonst während der Karfreitagsliturgie üblich – fand Corona-bedingt anschließend privat statt.

Beim Einzug in die Kirche am Karsamstag gaben die Ministranten das Osterlicht unter dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ an die Gläubigen weiter. Kantor Joachim Bauer stimmte die Besucher mit dem „Exsultet“ auf die Ostertage ein. In seinen Einführungsworten führte Pater Georg aus, dass wir durch Gott wunderbar erschaffen wurden und der Sünde durch die Kraft des Geistes widerstehen können. In der Predigt legte er den Gläubigen nahe, dass wir schmerzhafte und leidensvolle, aber auch hoffnungsvolle Erinnerungen haben. Wir haben viele Freunde um uns und feiern sozusagen Palmsonntag, Am Karfreitag sind die Freunde aber weg. So fühlte sich an diesem Tag auch Jesus, denn er war ganz allein. Aber: Wie Jesus prophezeite, wird uns die Hoffnung zur Auferstehung führen. Er ist der Stern des Friedens, der Hoffnung und der Liebe. Anschließend erneuerten alle Anwesenden das Taufversprechen.

Pater Georg richtete zum Schluss den Dank an alle Kirchenbesucher, die die Heiligen Tage mitgefeiert haben, außerdem an den Kantor mit seinen Sängerinnen Ester Bauer, Magdalena Kolbeck und Alicia Dachs, an die Familie Bauer für den Blumenschmuck und die wunderschöne Gestaltung des Heiligen Grabes sowie an die Lektoren und die Ministranten.

Den Abschluss des Ostertriduums bildete der Auferstehungsgottesdienst am Ostersonntag. (hwp)

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