20 Jahre Erhebung zur Pfarrei Grafenwiesen

Pfarrer Tauer zelebrierte den Gottesdienst
Pfarrer Tauer zelebrierte den Gottesdienst

Erstaunlich viele Gläubige kamen am vergangenen Mittwochabend in die Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit, um den Festgottesdienst in Erinnerung an die Erhebung zur selbständigen Pfarrei vor zwanzig Jahren mitzufeiern. Pfarrer Tauer freute sich über die große Teilnahme an der Heiligen Messe an einem Wochentag. Joachim Bauer sang zu dem Marienfest am heutigen Tag „ohne Erbsünde empfangen“ passend das Lied „Maria, Du hast JA gesagt“.

Wie Monsignore Pfarrer Dr. Johann Tauer in seiner Ansprache sehr verständlich ausführte, habe ihn selbst der seinerzeitige Schriftwechsel interessiert. Die Unterlagen seien von BGR Pfarrer Karl Schmid besonders sorgfältig hinterlegt worden. Tauer verlas den genauen Wortlaut der Stiftungsurkunde vom 26. November 2001. Darin ist über die Erhebung der Pfarrkuratie Grafenwiesen zur „kanonischen Pfarrei“ verfügt.

Wie Pfarrer Tauer weiter verlas, werden in dem Stiftungsbrief vom 6. Dezember 2001, unterzeichnet von Generalvikar Dr. Wilhelm Gegenfurtner, unter anderem die rechtlichen Gegebenheiten detailliert dargelegt. 1939 erfolgte zunächst die Genehmigung als „Expositur Grafenwiesen – Pfarrei Kötzting“. Ab 1. Mai 1948 war Grafenwiesen dann Pfarrkuratie, als solche aber abhängig von der Ursprungs-Pfarrei. „Selbständigkeit“, so Dr. Tauer, erlangte Grafenwiesen letztendlich erst mit der Erhebung zur Pfarrei. Er ergänzte, dass die Zahl der Gläubigen 1948 ungefähr die Gleiche war wie heute, nämlich über 1000. Übrigens alles nachzulesen im Heftchen „Ein Stück Vergangenheit aus der Pfarrchronik von Hedy Häring und Zenta Pletl“.

Pfarrer Karl Schmid wurde damals angehalten, seine Aufgaben als „Pfarradministrator“ auszuüben. Dazu gehörten unter anderem Lehren, Heilen, Leiten und die Pfarrei in allen Belangen zu vertreten.

Schon zu dieser Zeit stellte das Generalvikariat klar, dass der Sitz des Seelsorgers nicht in der Pfarrei sein muss. Seit 2006 ist Grafenwiesen Teil der Pfarreiengemeinschaft Grafenwiesen-Rimbach-Zenching, der verantwortliche Pfarrer wohnt in Rimbach.

In den Fürbitten empfahl Pfarrer Tauer die Pfarrgemeinde Grafenwiesen der Fürsprache der Gottesmutter Maria. Die Gebete galten insbesondere den verstorbenen Seelsorgern von Grafenwiesen, BGR Pfarrer Karl Schmid, der über 40 Jahre die Schäflein im Ort „hütete“ und der Pfarrhaushälterin Rita Frank. Sein Dank ging vordergründig an Pfarrgemeinderatssprecher Joachim Bauer für die musikalisch Gestaltung und die Vorbereitung des Gottesdienstes. (hwp)

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