Ehejubilare erhielten Segen

Die Ehejubilare 2019 in der Pfarrei
Die Ehejubilare 2019 in der Pfarrei

Gleichzeitig Erntedank gefeiert

Die Pfarrgemeinde Grafenwiesen hatte am Sonntag zwei Gründe zum Feiern: zum einen sagte sie dem Herrgott Dank für die reiche Ernte und zum anderen feierten acht Paare ihr Ehejubiläum. Monsignore Pfarrer Dr. Johann Tauer zelebriere den Gottesdienst, der musikalisch von Roland Häring mit dem Kirchenchor Grafenwiesen gestaltet wurde. Der Pfarrgemeinderat hatte für die acht Jubelpaare, die in diesem Jahr auf 25, 40, 50 und 60 gemeinsame Ehejahre zurückblicken können, die ersten Reihen im Kirchengestühl reserviert. Pfarrer Dr. Tauer begrüßte die Jubilare mit ihren Angehörigen sehr herzlich und ließ die ganze Gemeinde einstimmen in das Lied „Lobe den Herren“, in dem es heißt „…der Segen Gottes hat sich auf ihr Leben gesenkt“, Ströme der Liebe hat der Himmel den Paaren geregnet, so der Geistliche. Und weiter: Die Ehepaare haben immer wieder unter Beweis gestellt, dass man immer wieder zusammenkommen kann, und es gemeinsam weitergehen kann. Nach seiner Ansprache segnete Pfarrer Tauer zunächst die Erntegaben. Er gab zu verstehen, dass sowohl die Ernte als auch die Ehejubilare Zeugnisse für das Leben sind. Es ist nicht selbstverständlich, dass man wie die Ehejubilare, heute noch solange zusammenbleibt. Danach verlas er die Namen der Ehepaare, die ihr Jubiläum feierten. 25 Jahre (Silberhochzeit) Marianne und Hans Amesberger, 40 Jahre Tina und Wilfried Daschner und Sonja und Franz Dachs, 50 Jahre (Goldene Hochzeit) Erna und Werner Aschenbrenner und schließlich 60 Jahre gehen Anna und Max Aschenbrenner und Hedi und Josef Häring gemeinsam durchs Leben. Dann erteilte ihnen Pfarrer Tauer den besonderen Jubiläumssegen, während der Kirchenchor in das Lied einstimmte: „Der Herr wird Dich in seiner Güte segnen“.

Zusammen mit dem Pfarrgemeinderatssprecher Joachim Bauer beglückwünschte Pfarrer Tauer alle Jubelpaare und überreichte ihnen ein Büchlein mit Gebeten der Heiligen Therese von Lisieux und den Jubelfrauen eine Rose. Am Ende des feierlichen Gottesdienstes sagte Monsignore Dr. Tauer Herrn Häring und dem Kirchenchor Vergelts Gott für die musikalische Umrahmung und den dienstbaren Geistern für den herrlichen Schmuck des Erntedankaltares.

Abschließend fanden sich die Jubelpaare auf Einladung des Pfarrgemeinderates, dessen Mitglieder auch die Bewirtung übernahmen, im Pfarrheim zu einer kleinen weltlichen Feier ein mit Sektempfang und einer guten Hochzeitssuppe, zubereitet von Angelika Stoiber, Thürnhofen. Nach vielen Erzählungen aus früheren Jahren ließen die Jubelpaare den für sie unvergesslichen Vormittag ausklingen. Gleichzeitig Erntedank gefeiert: Bereits am Samstag schnupperte unser Mitarbeiter in die Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit und kam gerade rechtzeitig dazu, um die Fertigstellung des Erntedankaltars mitzuverfolgen. Schon beim Betreten des Gotteshauses leuchtet der bunte Blumenschmuck den Gläubigen entgegen, die Sonnenblumen gaben ihr Bestes dazu.

Juliane Bauer, sie ist zuständig für den Blumenschmuck das ganze Jahr über in der Kirche und bekannt für ihre herrlichen Blumenarrangements, führte auch am Samstag Regie. Ihr Team Mutter Marianne, Schwiegertochter Esther, Sohn Joachim und Ehemann Robert leisteten ihr wertvolle Zuarbeit. Schon Tage zuvor sammelte sie bei Nachbarn und im Ort Blumen in jeder Größe, denn auch die Kirchenbänke erhielten den passenden Schmuck. Wie Juliane sagt, gekauft wurde nur sehr wenig.

Am Samstagvormittag hieß es dann: Ran an die eigentliche Arbeit! Jedes Körbchen, Vasen, Schalen Gemüse, alles musste genau seinen Platz finden. Nach etwa vier Stunden gemeinsamen Schaffens war das Werk vollendet.

In der Mitte des Dankaltars war das Brot aufgestellt, sinnbildlich für das tägliche Brot des Lebens, gespendet von einer ortsansässigen Bäckerei. Früchte, Gemüse, Kürbisse, Weintrauben, Beeren, Schwammerl und dergleichen brachten unter anderem Landwirte und Hobbygärtner aus der Umgebung herbei. Auf einer großen, früher landwirtschaftlichen Schubkarre war die Erntekrone mit den verschiedenen Ähren wie Korn, Weizen, Hafer, Gerste drapiert. Daneben fesselte ein alter Fensterflügel die Kirchenbesucher, dessen Glas Esther bemalte. Im mittleren Teil schrieb sie auf das Glasbild mit rotem Hintergrund – bezogen auf die zutreffende Sonntagslesung – den Vers 2,26 des Propheten Joel: „Ihr werdet essen und satt werden und den Namen des Herrn, euren Gott, preisen“.

Beide Priester, Pfarrer Peter und Pfarrer Tauer, freuten sich über den herrlichen Ernteschmuck und dankten der Familie Bauer ganz herzlich. (hwp)

Die Familie Bauer schmückt den Erntedankaltar
Esther und Juliane Bauer mit Glasbild und Erntekrone
zurück