Coronavirus - Bistum und Pfarrer informieren

Beten wir für ein gutes Ende der Krise
Beten wir für ein gutes Ende der Krise

Wegen des Verbots größerer Versammlungen finden die Werktagsmessen in Rimbach, Zenching und Grafenwiesen ab sofort bis auf Weiteres nur noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Alle Kreuzwege entfallen. Für die Messen am Samstagabend/Sonntag gibt es einen Hinweis in den kommenden Tagen.  Taufen, Trauungen, Beerdigungen finden nur noch im engsten Familienkreis statt. Beerdigungen finden zudem ohne öffentliche Einladung statt (Bekanntgabe nur nachher). Die Kirchen bleiben ansonsten zum privaten, persönlichen Gebet geöffnet.

Information des Bischöflichen Ordinariates (2020/17_GV) für alle Pfarrer und Pfarradministratoren betreffend das Auftreten des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2); Hinweise des Generalvikars (Stand 16.03.2020)

Sehr geehrte Herren Pfarrer/Pfarradministratoren, liebe Mitbrüder,

heute hat der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder den Katastrophenfall ausgerufen und dabei unter Anderem alle Veranstaltungen untersagt.

Wir haben heute mittag in einem großen Kreis über die möglichen Folgen für das kirchliche Leben in unserer Diözese beraten. Dazu sind wir in Fortschreibung der Ihnen zugesandten Punkte vom vergangenen Freitag zu den folgenden Ergebnissen gelangt, die ich hiermit ab sofort bis auf Weiteres anordne:

1. Werktagsgottesdienste: Sie sollen weiterhin stattfinden, jedoch nur noch ohne Öffentlichkeit. Die Priester beten im Namen der ganzen Gemeinde, dies sollten die Gläubigen auch wissen. Aber die Priester müssen es ohne Öffentlichkeit tun, d.h. vor der Öffnung der Kirche im Beisein evtl. des Mesners oder einer Lektorin.

2. Sonntagsmesse und Österliche Tage: Dazu ergeht am Mittwoch noch eine Anordnung.

3. Die Kirchen bleiben offen. Bitte laden Sie die Gläubigen ein zum persönlichen und stillen Gebet vor dem Tabernakel, zum Entzünden einer Kerze, zum tröstlichen Verweilen im Haus Gottes.

4. Eine kirchliche Beisetzung/Beerdigung kann nur im engsten Familienkreis ohne öffentliche Einladung stattfinden. Am selben Tag kann der Priester bei seiner Messe (ohne Öffentlichkeit, auch ohne Angehörige) diese Messe als Requiem für den Verstorbenen / die Verstorbene feiern, nach der Zeit dieser Einschränkungen sollte dann ein gemeinsames Requiem für alle in dieser Zeit Verstorbenen oder mehrere nachgeholte Requien gefeiert werden.

5. Trauungen könnten derzeit nur als liturgische Feier des Priesters/Diakons mit Brautleuten und den beiden Trauzeugen stattfinden. Dies bedeutet, dass wohl die allermeisten Trauungen verschoben werden müssen.

6. Taufen könnten ebenfalls nur als Einzeltaufe im engsten Kreis, d.h. mit Täufling, Eltern, Geschwistern und Paten stattfinden. Dies bedeutet, dass wohl die allermeisten Taufen verschoben werden müssen. Ein Nottaufe ist unter den üblichen Bedingungen immer möglich.

7. Die Internetseite www.ignatius.de bietet verschiedene Anregungen für Hausandachten. Für Hausandachten, Fürbitten, Gebete usw. werden in den kommenden Tagen noch Ideen und Anregungen versandt. Die Streaming-Dienste über das Internet aus dem Dom sowie weitere zahlreiche Möglichkeiten der Gottesdienstteilnahme in TV, Radio und Internet bleiben bestehen und sollten reichlich genutzt werden. Laden wir die Gläubigen ein, zuhause vor dem Kreuz oder vor einem Marienbild gerade in dieser Zeit zu beten und zu singen und die modernen Medien zu nutzen.

8. In Kürze werden wir eine Telefonnummer für Nachfragen zu pastoralen, medizinischen und arbeitsrechtlichen Themen einrichten. Sie werden dann an die kompetenten Mitarbeiter/-innen weitergeleitet, wiederkehrende Antworten werden auf unserer Internetseite in einer Frage-undAntwort-Liste (FAQ) zusammengestellt. Im Moment können wir im Haus die Nachfragen kaum bewältigen, sind aber für alle Anregungen sehr dankbar.
 

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