Ich bin heute deine Monstranz

Pfarrer Peter zelebrierte den Gottesdienst
Pfarrer Peter zelebrierte den Gottesdienst

Gottesdienst mit Andacht zu Fronleichnam in Grafenwiesen

An Fronleichnam erinnern sich die Gläubigen an das letzte Abendmahl. Da aufgrund der Abstands- und Hygienevorschriften dieses Jahr keine Fronleichnamsprozession stattfinden konnte, folgte im Anschluss an die Heilige Messe eine eucharistische Andacht mit der Anbetung und Verehrung des Allerheiligsten Altarsakramentes in der Kirche. Pfarrer Johann Tauer hatte dazu die Texte und den Ablauf bis ins letzte Detail vorbereitet.

Im kleinsten Kreis und ohne der Prozession feiern wir am 60. Tag nach dem diesjährigen Osterfest das Hochfest Fronleichnam, das Fest des Leibes und Blutes Christi, das wir an einem Donnerstag in Erinnerung an des letzte Abendmahl Jesu tun, so die Einführungsworte von Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil. Er fuhr fort, die Eucharistie ist Jesu essbares Versprechen: Ich bin euch ganz nah. Ich bin euer Lebensmittelpunkt. In diesem kleinen Stück Brot sagt er uns gläubigen Christen „Ich will bei dir sein, ich will bei dir in Erinnerung bleiben“.

Nicht so feierlich wie in den letzten Jahren, still und verborgen geht der Herr mit uns aus dieser Kirche durch unser Dorf. Heute ist das unsere Prozession, so der Priester. Jeder bringt das Wort des Herrn, das Brot des Herrn unter die Leute.

Nach einem Artikel, den Pfarrer Peter im Internet gelesen hatte und in dem es um eine neue Kleidung für die Leute an Fronleichnam ging endete seine Predigt mit den Sätzen: „In meinem Kleid, das mich seit vielen Jahren schmückt, gib mir Freude und Kraft, deine Monstranz zu sein, deine Botschaft zu leben. Dein Wort zu erfüllen durch meinen Umgang mit den Menschen, durch meine Freude an dir, meinen Gott“.

Nach dem feierlichen Gottesdienst fand die eucharistische Andacht statt, in der im Besonderen die Form der Anbetung durch einen Kommentator zum besseren Verständnis erklärt wurde. Während der Feier war das Allerheiligste in der Mitte des Altares ausgesetzt. Zwischen den vorgetragenen Texten und den Gebeten der Gläubigen aus dem Gotteslob sang das Volk dazu passend ausgewählte Lieder. Roland Häring begleitete letztere an der Orgel.

Trotz der Fülle von Texten und Liedern kommentierten die Kirchenbesucher die Heilige Messe mit Andacht als kurzweilig und sehr, sehr feierlich. Zur Gestaltung trugen bei: Roland Häring an der Orgel, Kommentator Joachim Bauer, Lektorin Bettina Pritzl, die Ministranten und Joe Kolbeck als Mesner. (hwp)

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