Der Fasching hielt in der Pfarrkirche Einzug

Kinder gestalten den Gottesdienst
Kinder gestalten den Gottesdienst

Am Samstagabend durften Kinder und Erwachsene maskiert den Gottesdienst besuchen. Die Messfeier, mit rhythmischen Liedern vom Kirchenchor feierlich umrahmt, stand unter dem Motto: „Sieben Leben möcht‘ ich haben“. Pfarrer Karl-Heinz Seidl eröffnete die Messe mit den Worten: Der Faschingssonntag steht zwar nicht im Kalender der Kirche und trotzdem hat er für uns Christen eine besondere Bedeutung. Am nächsten Mittwoch beginnt die österliche Bußzeit, die Vorbereitungszeit des Osterfestes. Dazwischen sind wir in der Zeit der Freude, des Faschings. Zum Fasching gehören viele Utensilien: Rollenspiele zwischen Kindern und Erwachsenen stellten die Bedeutung von Luftschlangen, Masken, Girlanden und Luftballons vor.

Zum Thema „Sieben Leben möchte ich haben“ zählten Kinder die Wünsche auf, in denen alle Träume wahr werden würden. So lautete das erste Leben: Wär ich ein Steuermann und Kapitän, könnte ich mir die weite, zauberhafte Welt besehen. In den folgenden Leben träumten die Kinder davon, was sie tun würden, wenn sie im Zirkus, in der Politik, Schlagersänger, Weltraumfahrer oder ähnliches wären. Zum Schluss hieß es jedoch: Sieben Leben möchte ich haben, eines ist mir zugeteilt. Und nur eines kann ich leben, ehe es im Nu enteilt. Dass dies eine, meines, hier mit Freude, Kummer, Pflicht und Spaß doch ein gutes Leben würde: Hoffentlich gelingt mir das. Im weiteren Verlauf der Messfeier waren die Kinder miteingebunden und trugen gekonnt ihre Texte vor. Die Fürbitten waren wiederum auf den Fasching abgestimmt. Da hieß es unter anderem: An Fastnacht schlüpfen viele Menschen in Kostüme, spielen fremde Rollen. Sie wollen frei sein im Schutz der Maskerade. Vor Gott müssen wir uns nicht hinter einer Maske verstecken. Er lädt uns immer wieder ein zum Fest der Befreiung, jeden wie er ist.

Pfarrer Seidl zeigte auf der Leinwand die schöne First Lady Melania Trump und dazu gegenüber eine hübsche Frau namens Claudia Serra, die der First Lady an Schönheit nacheifern wollte. Nach acht, nicht ungefährlichen Operationen sah sie so aus wie Melania Trump. Dazu nahm sie viele Strapazen in Kauf. Wie der Priester sagte, sieht Jesus jedoch mehr die inneren Werte, nicht die äußeren Verkleidungen. So sagt er zu Zachäus: Ich will keinen neuen Menschen aus dir machen, der neue Mensch steckt bereits in dir!

Beim Verlassen der Kirche verteilten die Ministranten Schokoküsse an die Gläubigen. Dieser Faschingsgottesdienst fand sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen großen Anklang. (khp)

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