Erntedank und Ehejubiläen gefeiert

Ehejubilare 2018 in Grafenwiesen
Ehejubilare 2018 in Grafenwiesen

Am vergangenen Sonntag feierte die Pfarrei Grafenwiesen zusammen mit dem Erntedankfest auch gleichzeitig das Jubiläum von sieben Ehepaaren, die auf 40, 50 und 60 gemeinsame Ehejahre zurückblicken. Wie eingangs Monsignore Pfarrer Dr. Tauer ausführte, begleitet dieses Thema die ganze heilige Messe. Heute bei der Segnung der Gaben wollen wir Dank sagen was Gott für uns getan hat, vor allem für die Gaben, die er uns immer zukommen lässt wie etwa für die Früchte der Erde, die er wachsen ließ und das Wetter, das er zur Verfügung gestellt hat. In der Segnung soll der Dank zum Ausdruck kommen. Gott hat dem Weltall eine Ordnung gegeben. So bittet der Priester: Segne diese Feldfrüchte, die wir aus deiner Hand empfangen und lass auch den Armen und Hungernden diesen Reichtum erfahren. Damit die Feldfrüchte reifen können, brauchen sie eine gute Umgebung; Bedingungen, die es zulassen, dass sie keimen können. Genauso ist es in unserem Leben. Das zeigen die Ehejubilare, das zeigt einen Zusammenhalt. In unserem Leben tun wir Dinge vor Gott, die nicht recht sind. Das gibt es auch in der Ehe, wo sich die Eheleute gegenseitig Verzeihen schenken müssen. 

In seinen weiteren Ausführungen der Predigt ging Pfarrer Tauer genauer darauf ein, wie wichtig es ist, „Danke“ zu sagen, so wie man es schon den Kindern beibringt. Wenn man groß wird, merkt man, dass man sich anstrengen muss, sein tägliches Brot zu verdienen. Die Jubelpaare haben sicher in ihrer Ehe erlebt, dass es den guten Willen und den Einsatz des Menschen braucht, dass es im Zusammenleben klappt. Dazu benötigen wir auch den Segen Gottes. Und so wie wir uns im Einklang mit der Schöpfung bemühen müssen, so müssen auch die Eheleute in ihrem Eheleben immer wieder den Einklang finden, um den Weg weiter ziehen zu können. Es ist heute nicht mehr üblich, dass eine Ehe 50 Jahre und mehr besteht. Es geht hier vor allem auch um das gegenseitige Vertrauen. Pfarrer Tauer verwies hierbei auf die drei Dinge, die unser Papst Franziskus sagte: Entschuldigung, Verzeihung, Danke sagen (gegenseitige Zustimmung in Bezug auf die Achtung des Partners). Dazu führte er jeweils genaue Beispiele an.

Im Anschluss an die Ansprache des Priesters bat Pfarrer Tauer und Pfarrgemeinderatssprecher Joachim Bauer die Jubelpaare zum Altar und überreichten je eine Rose an die Damen und das Heftchen „Gute Worte für jeden Tag“ an die Herren. Danach erteilte Monsignore Tauer allen Jubelpaaren und ihren Familien den Segen Gottes, damit sie geborgen bleiben in Gott bis ans Ende ihres Lebens.

Diese Paare haben sich vor 40, 50, 60 Jahren die Liebe und Treue versprochen: 40 Jahre: Josef und Annemarie Brandl, Michael und Elfriede Robl; 50 Jahre: Franziska und Josef Wittmann, Kurt und Maria Weißthanner, Josef und Helga Mühlbauer, Alois und Anneliese Berzl; 60 Jahre: Adolf und Renate Mühlbauer. Die Jubelpaare waren gekommen, um Gott Dank zu sagen und vor der Gemeinde sichtbar zu machen, dass sie viele Jahre beieinander sind und sich auch junge Paare daran erinnern, dass sie fest zusammenhalten und wenn notwendig, zum Partner „Entschuldigung“ sagen und „Danke“ wie beim Erntedank.

Anschließend sprach Monsignore Dr. Tauer ein Vergelt’s Gott all denen aus, die den Erntealtar und den Blumenschmuck so herrlich hergerichtet haben, voran Juliane Bauer und ihre Familie. Er dankte dem Kirchenchor um Roland Häring, dass er diese Messe so wunderbar begleitet hat und vor allem dem Sprecher des Pfarrgemeinderates Joachim Bauer und seinen Mitgliedern, die alles vorbereitet haben, damit dieses Fest gelingen konnte.

Im Pfarrheim verweilten die Jubelpaare mit Pfarrer Tauer und Pfarrer Peter noch zu einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen und einer kleinen Brotzeit. Die Bewirtung übernahmen Mitglieder des Pfarrgemeinderates.

Eine zusätzliche Überraschung stellten zwei Kirchenbesucher dar, nämlich das Ehepaar Eugenia und Anton Kias, die bereits 66 Jahre verheiratet sind. Joachim Bauer holte das Paar zum weltlichen Mitfeiern nach der Kirche in das Pfarrheim. Dort gaben die Jubelpaare viel Interessantes aus ihrem Leben zum Besten. (hwp)

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