Grafenwiesen empfing Bischof Dr. Sebastian Vadakel aus Indien

Bischof Sebastian trägt sich ins Goldene Buch ein
Bischof Sebastian trägt sich ins Goldene Buch ein

„Bischof Sebastian bringt die Weltkirche in unsere Pfarrei herein“ (Bericht: Heinz Pletl)

Am Hochfest Maria Verkündigung traf der hohe indische Würdenträger aus der Diözese Ujjain  (Zentralindien) in Grafenwiesen ein, um zum einen Pfarrer Peter, derzeit Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft Rimbach-Grafenwiesen-Zenching, zu besuchen und zum anderen das 50-jährige Bestehen der Missionsdiözese Ujjain zu feiern. Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil, der ebenfalls von dort kommt, ist der einzige Weltpriester, der hier in Deutschland wirkt. Gläubige aus den drei Ortschaften nutzten die Gelegenheit, zusammen mit dem Bischof, Pfarrer Karl-Heinz Seidl und Pfarrer Peter in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit in Grafenwiesen die Messe zu feiern und beim anschließenden Stehempfang im Pfarrheim persönlich mit der indischen Exzellenz ins Gespräch zu kommen.

Mit einem feierlichen Einzug der beiden Ortsgeistlichen und Bischof Sebastian, begleitet von einer Ministrantenschar, wurde der feierliche Gottesdienst in der Pfarrkirche eröffnet. Pfarrer Karl-Heinz Seidl begrüßte Bischof Dr. Vadakel sehr herzlich und freute sich, dass er heute bei uns sein kann; denn gestern am Weißen Sonntag zelebrierte er noch mit dem Heiligen Vater Papst Franziskus eine Messe in Rom. „Bischof Sebastian bringt die Weltkirche in unsere Pfarrei herein“, so Pfarrer Seidl. Pfarrer Peter ging auf das 50-jährige Gründungsjubiläum der Missionsdiözese Ujjain ein und stellte seinen Heimatbischof näher vor. Anstelle einer Predigt empfahl er, in Stille darüber nachzudenken, was unser Glaubensleben bedeutet. Der Kirchenchor Grafenwiesen unter der Leitung von Roland Häring umrahmte die von den drei Geistlichen in Konzelebration gefeierte Heilige Messe mit beeindruckenden Liedbeiträgen. Vor dem Segen bedankte sich Bischof Sebastian in deutscher Sprache mit sehr persönlichen Worten bei den beiden Priestern und der ganzen Gemeinde für das gemeinsame Gebet und erntete von den Gottesdienstbesuchern anhaltenden Applaus.

Beim anschließenden Empfang im Pfarrheim brachte Pfarrer Karl-Heinz Seidl seine Begeisterung darüber zum Ausdruck, dass es nun endlich einmal gelungen sei, eine größere Anzahl von Vertretern aus den drei Ortschaften zusammen zu bringen. Namentlich begrüßte er die stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Grafenwiesen Norbert Greisinger und Josef Häring, PGR-Sprecher Joachim Bauer, ersten Bürgermeister Ludwig Fischer, Rimbach, PGR-Sprecherin Gerlinde Rackl, Rimbach sowie den angehenden Diakon Thomas Bauer aus Zenching. Er dankte dem Bischof, dass er sich die Zeit genommen hatte, nach Grafenwiesen zu reisen sowie den Pfarrgemeinderäten und dem Frauenbund Grafenwiesen für das Ausrichten des Empfangs. Für die politische Gemeinde nahm zweiter Bürgermeister Norbert Greisinger für den erkrankten Rathauschef Josef Dachs den Bischof in Empfang. Diese ehrenvolle Aufgabe durfte er bereits vor vier Jahren beim ersten Besuch des Bischofs übernehmen. „Mittlerweile ist Ihr Deutsch besser geworden als mein Englisch“, wandte sich der Vizebürgermeister an Seine Exzellenz. „Schon damals sagte ich, dass Sie uns in Pfarrer Peter ihren besten Mann geschickt haben und das kann ich heute nur wiederholen“, so das stellvertretende Gemeindeoberhaupt. Herzlich gratulierte er zum 50-jährigen Bestehen der Diözese Ujjain und zum 20-jährigen Bischofsjubiläum. Den Glückwünschen schloss sich PGR-Sprecher Joachim Bauer an. „Es ist für Grafenwiesen eine große Ehre, dass Sie zu uns gekommen sind“, so Bauer. Er unterstrich die Verbundenheit der Pfarrei Grafenwiesen mit der Heimatdiözese von Pfarrer Peter und unterstrich dies durch die Übergabe einer Spende von 200 Euro an Bischof Sebastian, der sich dafür mit einem herzlichen Vergelt’s Gott bedankte. Norbert Greisinger bat seine Exzellenz, sich in das Goldene Buch der Gemeinde Grafenwiesen einzutragen. Diesen Wunsch erfüllte er gerne und brachte dazu eine geeignete Widmung an. Viele Gläubige suchten bis in den späten Abend hinein das Gespräch mit dem hohen Besuch. Für die Bewirtung hatten die Vorstandsmitglieder des Frauenbundes bestens gesorgt.

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