Gelungener Kirta in Grafenwiesen

Viele Besucher nahmen am Gottesdienst teil
Viele Besucher nahmen am Gottesdienst teil

„Kirchweih“ und das „Hochfest der Heiligsten Dreifaltigkeit“, die Pfarrkirche ist nach ihr benannt, wird in Grafenwiesen jeweils zusammen gefeiert. Dazu zählt am Tag zuvor das Aufstellen des „Kirtabaumes“ im Ortskern. Diesen Brauch ließen die Bürger nach einer dreijährigen Pause – die Durchführung in dieser Zeit geschah unter Ausschluss der Öffentlichkeit – wieder voll aufleben. Dementsprechend groß war die Resonanz am Wochenende unter den Grafenwiesenern.

„A ganz a großartige Sach‘ konstatierte erster Bürgermeister Josef Häring freudig und zufrieden, der auch den neuen rund 34 Meter hohen Riesen – vor kurzem frisch geschlagen, zur Verfügung stellte. Mario Kauer transportierte den Baum nach einer Zwischenlagerung bei Christian Aigner und dem Wertstoffhof am Samstagnachmittag zum Dorfplatz. Wie der Rathauschef dankbar bekundete, haben sich einige Floriansjünger unter dem Kommando von Roland Sußbauer und Christian Aigner des langen „Hünen“ in rund 10 bis 15 Stunden Arbeitszeit angenommen, vom Schlagen des Baumes bis hin zum Schmücken. Junge Burschen stellten ihn „sage und schreibe“ in 35 Minuten auf die Beine. Diese Kraftanstrengung belohnten die beiden Geistlichen Pfarrer Tauer und Pater Georg sowie Bürgermeister Josef Häring und seine beiden Stellvertreter Kathrin Amberger und Andreas Eiser mit anhaltendem Applaus. Die Kindergruppe des Trachtenverein Regentaler unterhielt das Publikum gekonnt mit Bayerischen Volkstänzen. Martin Stoiber spielte dazu mit seiner „Quetschn“ auf. Der Pfarrgemeinderat servierte kühle Getränke und Wurstsemmeln.

Der zweite Tag, das Hochfest der Heiligsten Dreifaltigkeit am Sonntag, war vordergründig ihr gewidmet. Vereine und Institutionen zogen vom Dorfplatz hinauf zur Pfarrkirche, mit Vereinsfahnen, meist in Uniform und Instrumenten, um den von Pater Georg zelebrierten Festgottesdienst mitzufeiern. Gesanglich gestaltete Joachim Bauer mit Anton Simeth, Josef Ritzenberger und Rudi Kolbeck die Heilige Messe mit Liedern aus der Waidlermesse und verlieh damit dem Gottesdienst eine festliche Note. In den Zug reihten sich sämtliche Festgäste von Grafenwiesen ein wie erster Bürgermeister Josef Häring, 2. Bürgermeisterin Kathrin Amberger, 3. Bürgermeister Andras Eiser sowie die Gemeinderäte. Ihnen folgten die Freiwilligen Feuerwehren Grafenwiesen und Voggendorf und der Heimat- und Volkstrachtenverein Regentaler mit Vereinsfahnen. Außerdem beteiligte sich der Schnupferclub „Guat Pris“, der Sportverein Grafenwiesen und der Kegelclub. In seiner Festansprache erinnerte Pater Georg daran, dass die Heiligste Dreifaltigkeit drei göttliche Personen in einem Wesen sind. Magdalena Kolbeck schloss in die Fürbitten alle Bürger der politischen und kirchlichen Gemeinde Grafenwiesen, alle Verstorbenen und Wohltäter ein.

Am Samstagabend ging Monsignore Dr. Johann Tauer im Vorabendgottesdienst auf die Entstehungsgeschichte zu Kirchweih und Patrozinium ein. Demnach gibt es das Patrozinium schon seit 410 Jahren. Der Erlös aus dem Pfarrfest am Sonntag wird für kirchliche Zwecke verwendet. (hwp)  

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