Pater Georg an Weihnachten 25 Jahre Priester
Die Feier mit „Pater Georg 25 Jahre Priester“ bedeutet für Grafenwiesen eine große Ehre und löst Dank aus. Am 3. Mai 1974 schenkten ihm seine Eltern im indischen Bundesstaat Kerala das Leben. Mit zwei Brüdern verbrachte er dort seine Kindheit. Wie Monsignore Pfarrer Dr. Johann Tauer in seiner Ansprache ausführte, kamst du, lieber Pater Georg aufgrund deiner Gläubigkeit und der Gebetspraxis deiner Eltern und Verwandten ab 1989 zur Priesterausbildung. Pfarrer Tauer weiter: „Dein Weg führte dich in den Norden der Missionskongregation vom Heiligsten Altarsakraments, in dem du gestern vor 25 Jahren in Kottayam zum Priester geweiht wurdest. In der weiteren Arbeit für die Ordensgemeinschaft warst du auch zwei Jahre Direktor im Missionspriesterseminar im Norden Indiens, wo die Christen stark in der Minderheit sind. Den christlichen Gauben unter diesen Bedingungen zu leben, kann schnell lebensbedrohlich werden. Papst Franziskus wies immer wieder darauf hin, das in der Kirchengeschichte so viele Christen verfolgt und für ihr Glaubensbekenntnis getötet wurden. Vielleicht müssen wir in unseren traditionell missionierten christlichen Gegenden lernen, die Werte neu zu leben und in die Tat umzusetzen“. Pfarrer Tauer dankte dem Jubelpriester an dieser Stelle seiner Festansprache auch für seinen persönlichen Einsatz.
Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Joachim Bauer führte für die Pfarrangehörigen aus, dass zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel viele bewusst das Zeittempo herausnehmen. Man fragt sich, was vom alten Jahr bleiben soll und was im neuen Jahr kommen wird. Aus dieser Haltung dürfen wir auf 25 Jahre priesterlichen Weg von Dir, Pater Georg, schauen. Herzlichen Dank dafür!
Der PGR-Sprecher weiter: im September 2020 bist du zu uns nach Grafenwiesen gekommen . Es hätte wohl keinen schwierigeren Zeitpunkt geben können. Corona bestimmte den Alltag, vieles war unsicher, Abstand war plötzlich Pflicht, gerade dort, wo Nähe zum priesterlichen Dienst gehört. Du hattest etwa einen Monat Zeit anzukommen, Gesichter kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen - und dann wurde wieder fast alles heruntergefahren. Keine Selbstverständlichkeit mehr, kein spontanes Gespräch, kein gemütliches Beisammensein, kaum Begegnungen nach dem Gottesdienst. Und trotzdem ist es dir gelungen, hier Fuß zu fassen. Nicht laut, nicht fordernd, sondern mit Geduld, Ausdauer, und einem großen inneren Vertrauen. Du hast dich nicht entmutigen lassen, sondern deinen Dienst getan – Schritt für Schritt, von Mensch zu Mensch. Rückblickend dürfen wir sagen: Du hast diese Zeit trotz aller Widrigkeiten sehr gut gemeistert. Was Dich dabei besonders auszeichnet, lieber Pater Georg, ist Deine Bescheidenheit. Du bist nicht die große Bühne, kein Mensch, der sich in den Mittelpunkt stellt. Dein Wirken ist oft leise, aber nachhaltig. Und genau das tut unseren Gemeinden gut. Gott ruft nicht die Begabten, sondern er begabt die Berufenen. Dieser Satz ist eine gelebte Haltung. Er sagt etwas über Vertrauen aus, aber auch über Mut. Denn Berufung bedeutet nicht, schon alles zu können, sondern sich in den Dienst nehmen zu lassen. Und genau das bist du – seit 25 Jahren. Wir wünschen dir für deinen Weg Gesundheit, Kraft, innere Freude – und immer wieder Menschen, die dich stärken und begleiten. Mögest du weiterhin spüren, dass dein Dienst Früchte trägt.
Zu Deinem silbernen Priesterjubiläum gratulieren wir Dir von Herzen. Vergelt’s Gott für alles und Gottes reichsten Segen für alles, was noch kommen darf. Den beeindruckenden Gottesdienst gestaltete der Männerchor musikalisch, als Lektorin fungierte Jeanette Nagler. Pater Georg hat außerdem noch ein Geldgeschenk des Frauenbundes und der Pfarrei (PGR und Kirchenstiftung) erhalten. (hwp)
