„Erscheinung des Herrn“ gefeiert

Pfarrer Tauer, Sternsinger und Ministranten
Pfarrer Tauer, Sternsinger und Ministranten

Coronabedingt konnten die Sternsinger, allen voran die Heiligen Dreikönige Caspar, Melchior und Balthasar, nicht von Haus zu Haus gehen und ihren Segenswunsch für das neue Jahr überbringen. Zudem ist es Auftrag der Sternsinger, Licht in das Dunkel der Welt zu bringen. Im Laufe der Zeit wurde aus dem Fest der „Erscheinung des Herrn“ das Fest der „Heiligen Dreikönige“, wie überliefert wird. Am vergangenen Donnerstag beging die Pfarrei Grafenwiesen dieses Hochfest verbunden mit der Weihe des Dreikönigswassers. In diesem Jahr zogen drei Sternsinger und zwei Ministranten feierlich mit Msgr. Pfarrer Dr. Johann Tauer in die Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit ein.

Joachim Bauer und Rudi Kolbeck eröffneten die feierliche Messe mit dem Lied „Gottes Stern leuchte uns“. Pfarrer Tauer erklärte, dass das Fest „Erscheinung des Herrn“ wie das Weihnachtsfest gefeiert wird, wie der 25. Dezember. Es ist das Fest der Hirten, so der Pfarrer. Die Sterndeuter sollen die ganze Welt repräsentieren, nämlich Europa, Asien und Afrika. Die Feier der Heiligen Dreikönige ist ein Segensfest. Danach schritt Pfarrer Tauer zur Segnung des Dreikönig-Weihwassers und der mitgebrachten Gaben wie Weihrauch und Kreide. Wie er in seiner Predigt ausführte, wissen wir nicht, ob es die Heiligen Drei Könige so wie sie heute dargestellt werden überhaupt gab. Die Bibel spricht lediglich von Sterndeutern. Die Zahl „drei“ leitet sich ab aus der Anzahl der Geschenke, die die Hirten dabei hatten. Erst im 13. Jahrhundert zur Zeit der Kreuzzüge hat sich die heutige Sicht durchgesetzt. Die Reliquien der drei Könige kamen nach Köln, wo ihnen eigens der Kölner Dom gewidmet wurde. Auf alle Fälle deuten die Heiligen Drei Könige auf die drei Erdkreise Europa, Asien und Afrika hin. Sie folgten dem Stern und der Botschaft, dass der „König“ in Bethlehem geboren würde. Die Sterndeuter wurden von einer sehr großen Freude erfüllt, als sie das Jesuskind gefunden hatten und spürten, dass sie am richtigen Ziel angekommen sind. Jesu Stern ist aufgegangen, die Hirten brachten Geschenke wie Gold, Weihrauch und Myrre. Die Gaben bedeuten Wohlstand und Wohlsein und stehen zu einem großen Gegensatz zu dem armen Kind in der Krippe. Auch wir sollen Jesus ein Geschenk machen, nämlich uns selbst, so der Priester.

Zum Schluss konnten die Gläubigen die gesegneten Tür-Aufkleber mit nachhause nehmen und den Segensspruch „Christus segne dieses Haus“ an ihre Haustüre kleben. Diesen Spruch sollen wir auch für unseren Nachbarn mitnehmen. Segen füreinander sein ist Auftrag für uns alle. In diesem Zusammenhang bat Pfarrer Tauer um eine Spende für das Kindermissionswerk Aachen. Auch bot sich den Gottesdienstbesuchern die Möglichkeit, gesegnetes Dreikönigswasser aus einem großen Behälter für zuhause mitzunehmen. (hwp)

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