Eine beeindruckende Sitzweil im Advent

Der Männerchor unter Leitung von Roland Häring
Der Männerchor unter Leitung von Roland Häring

Einen wunderschönen abwechslungsreichen Nachmittag bereiteten Gemeinde und Pfarrgemeinde den Senioren von Grafenwiesen. Bürgermeister Josef Dachs eröffnete die Adventssitzweil und hieß neben den mitwirkenden Gruppen vor allem Monsignore Dr. Johann Tauer und Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil willkommen. Die gemeinsame Veranstaltung von politischer Gemeinde und Pfarrgemeinde lockte nahezu 50 Senioren in die Aula der Montessori-Grundschule. Der Rathauschef freute sich, dass Pfarrgemeinderatssprecher Joachim Bauer hierfür die Organisation und das Programm übernommen hatte und sprach ihm ein großes Dankeschön aus. In den Dank schloss er natürlich die mitwirkenden Gruppen wie den Männerchor Grafenwiesen unter der Regie von Roland Häring, die Montessorischüler mit Lehrkräften, die Musikgruppe „Grafenwiesener Vielsaitigkeit“ (Leiter Joe Kolbeck) sowie die Seniorenbeauftragte und Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes Martina Wiesmeier mit den Vorstandsmitgliedern, die die Bewirtung übernahmen und die Pfarrgemeinderatsmitglieder Erika Frisch und Waltraud Zitzelsberger ein. Wie Dachs betonte, blicken die Senioren auf viele Jahre zurück, sie haben sich manches aufgebaut und geleistet; deshalb dürfen sie heute mit gutem Gewissen mit uns den schönen alten Weihnachtsbrauch pflegen. Er konnte in den letzten Jahren so viel erleben und stellte den Anwesenden anheim, die Veranstaltungen der Gemeinde fleißig zu besuchen! „Wir sind froh, dass wir sie haben, uns begleiten und uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir sind dankbar, dass wir in Frieden und Freiheit dieses Fest genießen dürfen“, so seine Worte.

Der Rede des Bürgermeisters schloss sich Monsignore Dr. Tauer an und bedankte sich bei Joachim Bauer für die Organisation, bei Martina Wiesmeier für ihren Einsatz und den Montessori-Kindern. Joachim Bauer hieß im Namen der Pfarrgemeinde die Anwesenden willkommen und dankte allen für ihr Mittun.

Den Reigen der Vorträge eröffneten die Kinder der Montessori-Schule mit einem Adventslied, gefolgt mit einem Musikstück der „Vielsaitigkeit“. Nach dem Auftritt des Männerchores vernahmen die Zuhörer das Gedicht „Kalt ist der Winter“. Zwischendurch gab Martina Wiesmeier Kurzgeschichten über das Plätzchenbacken und von Weihnachtsgeschenken zum Besten und erheiterte damit die Gemüter. Monsignore Tauer verlas die Verkündigung an Maria und regte damit zum Nachdenken an. Martina Wiesmeier erzählte anschließend vom Kripperl-Josef und Joe Kolbeck beschrieb den Weg zur Geburt von Maria. Dazwischen wechselten Musik, Liedvorträge von Erwachsenen und den Montessori-Kindern und Lesen von Gedichten, während sich die Senioren an Selbstgebackenem und Kaffee bedienten. Zum Höhepunkt gelangten zweifelsfrei die Buben Jakob und Benjamin des Lehrerpaares Stefan Tscherney-Buchner mit einem Weihnachtsgespräch an der Theke nach Toni Lauerer. Selten kamen die Senioren in den Genuss eines solchen wunderbaren Vortrages (ohne Spickzettel) wie von Jakob (2. Klasse Montessori-Schule) und Benjamin (5. Klasse Gymnasium). Sie alle sprühten mit unzählig anerkennenden Worten und so mancher schluckte Tränen der Freude hinunter. Das Stück handelte von einem Ehepaar, bei dem die Frau mit einem Weihnachtsgeschenk wie Radl, Fernseher oder eine Nähmaschine überrascht und zufriedengestellt werden sollte. Dazu meinte die Frau mit entsprechend verzogener Miene: „Weihnachten ist ein Fest der Herzen und keine Haushaltswarenausstellung.“ Daraufhin schenkte ihr der Ehemann ein Blutdruckmessgerät! Der Saal honorierte die Erzählung mit donnerndem Applaus. Mit einer kleinen Brotzeit Endete das Programm.

Abschließend stellte Roland Häring, Sprecher des Arbeitskreises Dorfgeschichte, den Dorfkalender 2019 mit illustren Fotos der älteren und neueren Zeit vor, die noch in den Geschäften Pongratz und Perlinger erworben werden können. Für die Senioren ist dies ein unvergesslicher Nachmittag! (hwp)

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