Allerheiligen ein Familienfest der Kirche

Pfarrer Peter zelebrierte die Messen
Pfarrer Peter zelebrierte die Messen

„Freut euch alle im Herrn am Fest Allerheiligen!“ Mit diesen Worten leitete Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil den Gottesdienst am Freitag in der Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit ein. Und weiter: Das Fest Allerheiligen und Allerseelen feiern wir nacheinander. Beide Tage gehören zusammen, weil die Verstorbenen in der Gemeinschaft der Heiligen weiterleben. Wir denken an diesem Tag besonders an unsere Verstorbenen. Die Menschen schmücken ihre Gräber mit Blumen und entzünden Kerzen. Denn: Darin zeigen wir unsere Dankbarkeit den Toten gegenüber. Wir setzen unsere Hoffnung auf Gott. Die Heiligen sind Vorbilder für ein gelingendes Leben aus dem Glauben. Christus hat jeden von uns zur Heiligkeit berufen, so der Priester.

In seiner Predigt führte Pfarrer Peter aus, dass wir Allerheiligen als strahlendes Fest feiern, es sei sozusagen das Familienfest der Kirche. Heilige sind Menschen, die einerseits durch ihr Lebenszeugnis aus dem Alltag herausragen und andererseits die Seligpreisungen, wie das heutige Evangelium sagt, weiteerleben. Er ging auch auf die fünf Menschen ein – darunter ein Inder – die am 13. Oktober 2019 auf dem Petersplatz in Rom heiliggesprochen wurden.

Am Allerheiligen-/Allerseelentag erinnern wir uns an Geschehnisse mit unseren lieben Verstorbenen, die wir wachhalten. Es kommen in uns die kleinen Momente wieder hoch, die wir mit ihnen gelebt haben. Diese Erkenntnis sollten auch unsere Kinder erfahren.

Am Nachmittag versammelten sich viele Gläubige in der Pfarrkirche zum Rosenkranzgebet und zur Andacht mit dem Totengedenken. Pfarrer Peter verlas die Namen der 18 Verstorbenen seit November letzten Jahres, während ihnen die Gläubigen das fürbittende Gebet schenkten. Für jeden wurde zum besonderen Gedenken eine Kerze entzündet. In das Gebet schloss die Gemeinde auch die beiden Verstorbenen ein, die ihren Wohnsitz in Grafenwiesen hatten und außerhalb der Ortschaft ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Der Männerchor Grafenwiesen um den Organisten und Chorleiter Roland Häring sang die Litanei für die Verstorbenen und begleitete die Andacht gesanglich. Nach dem Schlusslied „Segne du Maria“ erteilte Pfarrer Peter den Gläubigen den eucharistischen Segen. Die Pfarrangehörigen fanden sich danach draußen am Friedhof vor den Gräbern ihrer lieben verstorbenen Angehörigen ein. Während der Chor die Fürbitten vor dem großen Christus-Kreuz sang, ging Pfarrer Peter mit den Ministranten durch die Gräberreihen, besprengte sie mit Weihwasser und segnete sie. (hwp)

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