Erlebnisreiche Weihnacht in Grafenwiesen

Die Kinder hatten viel Spass beim Krippenspiel
Die Kinder hatten viel Spass beim Krippenspiel

Christkindlandacht mit Krippenspiel, die Heilige Nacht und der Kirchenchor Grafenwiesen fesselten an den Weihnachtsfeiertagen die Kirchenbesucher in Grafenwiesen. Kaum zu glauben, was der verhältnismäßig kleine Ort auf die Beine stellt, so die Kommentare von Einheimischen und Feriengästen.

Mit dem Krippenspiel „Die vier Lichter des Hirten Simon“ begannen am Heiligen Abend die Festtage in der herrlich geschmückten Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit. Der Andrang der Besucher war so groß, dass die Sitzplätze bald vergeben waren. Die PGR-Mitglieder Annemarie Dachs, Jeanette Nagler, Ramona Steger, Magdalena Kolbeck und Joachim Bauer hatten die Aufführung bis ins letzte Detail mit den Kindern textlich als auch instrumental und gesanglich vorbereitet. Die Andacht – ergreifend gestaltet in Absprache mit Pfarrer Peter – erreichte schon bald die Herzen der Gläubigen und versetzte sie in weihnachtliche Hochstimmung.

Wie im Spiel dargestellt, hütete der Hirte Simon im fernen Land Galiläa die Schafe. Von seinem Herrn mit der Herde bei dichtem Nebel auf eine höher gelegene Wiese geschickt, musste er auf das kleinste Schäfchen aufpassen. Doch nach einem kurzen Schlaf stellte Simon zum Entsetzen fest, dass sein Schaf weggelaufen war. Mit einer Laterne begab er sich auf die Suche. Auf dem Weg begegnete er einem Dieb, einem Wolf, einem Bettler – allen schenkte Simon ein kleines Licht –, bis er einen Rosenduft und fröhlichen Gesang wahrnahm; in einem Stall entdeckte er plötzlich ein Licht. Im Halbdunkel schimmerte etwas Schneeweißes, sein verlorenes Schäfchen. Eine Frau, Maria, winkte ihm zu, er solle in den Stall kommen. Er war so glücklich, dann sah er das Kind. Es lag auf Stroh bei seinem Schäfchen. Simon kniete nieder und schenkte dem Kind sein letztes kleines Licht. Das Schäfchen hatte ihn zum Kind geführt: Der Sohn Gottes wurde in dieser Nacht geboren.

Die Darsteller des wunderbaren Spiels: Max Steger, Mio Gsellhofer, Daniel Schmidlehner, Leo Grassl, Max Simmel, Julian Eiser, Kilian Gschwendner, Miriam Gschwendner, Paula Gsellhofer, Laura Simmel, Theresa Breu, Christoph Eiser, Mathilda Späth, Anna-Lena Breu, Lilli Ebner.

Am Abend feierte Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil mit vielen Gläubigen die Christmette. Er stellte Jesus als das Licht dar, das in die Welt kam. Der Kirchenchor Grafenwiesen sang an beiden Tagen unter der Leitung von Organist Roland Häring weihnachtliche Weisen, die er auf der Orgel begleitete. Der Chor beeindruckte die Zuhörer so sehr, dass so manche Träne floss. Für viele Kirchenbesucher war dies ein besonderes Weihnachtsgeschenk, das mit anhaltendem Applaus belohnt wurde.

Am Mittwoch, dem Hochfest des Herrn zelebrierte Monsignore Pfarrer Dr. Johann Tauer den Festgottesdienst, ging auf die Bedeutung der Krippenfiguren ein und stellte unter anderem die Eigenschaften von Ochs und Esel heraus. Dabei symbolisiert der Esel das Königstier (Jesu Einzug in Jerusalem) und der Ochse das Leiden, das sich wie ein roter Faden durch das ganze Leben Jesu zieht. Die Weihnachtstage fanden ihren Abschluss in der Erinnerung an den ersten Märtyrer Stephanus. Seine Botschaft: Am Glauben festhalten. (hwp)

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