Maria, die Siegerin

Die Rosenkranzmadonna (Autor Gmeinwieser, bearb. hwp)
Die Rosenkranzmadonna (Autor Gmeinwieser, bearb. hwp)

Dreifaltigkeitskirche birgt eine außergewöhnliche „Rosenkranz-Madonna“

Wie in vielen anderen katholischen Pfarreien auch, so sind in Grfenwiesen die Monate Mai und Oktober in besonderer Weise der Gottesmutter Maria gewidmet. Während ihr im Wonnemonat Mai vor allem in Form von Maiandachten die Ehre erwiesen wird, steht der herbstliche Oktober ganz im Zeichen des Rosenkranzes. Leider fielen die Maiandachten in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer, der schöne alte Brauch des „Oktober-Rosenkranzes“ wird jedoch aufrechterhalten. Ab Montag steht ein solcher, jeweils zu frühabendlicher Stunde, einmal wöchentlich auf dem Kirchenprogramm. Die der Heiligsten Dreifaltigkeit geweihte Grafenwiesener Pfarrkirche blickt, wie bereits berichtet, per 30. September 2020 auf 100 Jahre Grundsteinlegung zurück. Zu den zahlreichen Schmuckstücken ihrer Innenausstattung zählt auch eine sogenannte „Rosenkranz-Madonna“. Hoch erhaben, im Chorbogen, blickt die von einem großperligen Rosenkranz umgebene, in rot, blau und gold eingekleidete Marienfigur aus der Zeit des Barock mit gütigen Augen auf die Gläubigen herab und ist, was in luftiger Höhe gar nicht so einfach auszumachen ist, eine echte Besonderheit. Das Außergewöhnliche besteht darin, dass es sich dabei, wie aus dem „Kirchenführer“ hervorgeht, nicht um eine Madonna mit Jesukind handelt, sondern um eine „Immaculata“. Diese typische Darstellungsform einer „Maria Immaculata“ zeigt die Gottesmutter, wie sie mit einem Fuß  auf dem Kopf einer Schlange - dem biblischen Symbol für die Sünde - steht und diese damit sinnbildlich „besiegt“. Die Schlange wiederum windet sich um eine Weltkugel, wodurch Maria als Siegerin über die gesamte weltliche Sünde erscheint. (Andrea Gmeinwieser)

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